418-K-EPROM-Programmer
von BERND SCHUHMACHER
Mit dem EPROM-Programmer, der hier näher beschrieben wird, können
EPROM's vom Typ 2732, 2564 und 2764 programmiert werden. Der
Hardware-Umfang läßt sich auf einer Europakarte unterbringen und über
Port A/B der PIO eines NASCOM-1/2 betreiben. Das dazugehörige Programm
umfaßt 940 Bytes und ist im Speicher voll verschiebbar.
Hardware-Beschreibung
Der Hardwareaufwand umfaßt zwei Datenpuffer (D-Latch) 74LS373, einen
7406, einen Transistor BSX48 sowie einige Widerstände und
Kondensatoren. Hier nun eine kurze Funktionsbeschreibung der Schaltung.
Die Adressen A0 - A12 werden über Port A des NASCOM ausgegeben und über
die Datenpuffer LS373 an das EPROM angelegt. Port A wird im Input- oder
Output-Mode betrieben, jeweils abhängig davon, ob nach angelegter
Adresseninformation aus dem EPROM Daten ausgelesen oder eingeschrieben
werden sollen.
Sämtliche weiteren Steuerfunktionen werden über Port B vorgenommen. B0
und B1 sind als Eingänge, B2-B7 als Ausgänge definiert. Die beiden
höchstwertigen Bits von Port B steuern die Datenübernahme von Port A in
die Datenpuffer LS373. B3-B5 führen unmittelbar Steuerfunktionen aus,
wie sie in der Betriebsartenübersicht aufgeführt sind. B2 dient zum
Ein-/Ausscha1ten der Programmierspannung Vpp über einen 7406. Man
erkennt sicher, daß dieser 7406 nicht notwendigerweise eingesetzt
werden muß. Er stellt hier jedoch sicher, daß bei nicht verkabeltem
Port B die volle Programmierspannung Vpp nicht zum EPROM
durchgeschaltet wird. Von den Herstellern der EPROMS wird zwingend
vorgeschrieben, die Programmierspannung über ein aktives Bauelement zu
schalten. In der vorliegenden Schaltung wird dies durch den Transistor
BSX 48 (od. glw.) erfüllt. Bei 2732-EPROMS soll nach Herstellerangaben
zusätzlich ein Kondensator von 0,1µF zwischen OE/Vpp und Masse
geschaltet werden. Da die beschriebenen EPROMS nicht voll
pin-kompatibel sind, muß "leider" ein Schalter eingesetzt
werden, der die Adressenleitungen und die Programmierspannung
entsprechend umschaltet.Die Zenerdiode Z3.3 vermindert die
Programmierspannung Vpp von 25V auf 21V für den EPROM-Typ 2764.
Software-Beschreibung
Das
Programm
formatiert den Bildschirm zunächst so, wie in
Bild 1
dargestellt. Nun fragt das Programm Port B (B0,B1) ab, welcher
EPROM-Typ per Schalter eingestellt worden ist (Kontrollmöglichkeit).
Die erste Programmeingabe, die mit einem auf dem Bildschirm blinkenden
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Cursor angefordert wird, ist die Programmvariante. Es stehen folgende
Varianten zur Verfügung.
0 Read (EPROM in Speicher kopieren)
1 Test (Alle EPROM-Adr. = FFH?)
2 Prog (Programmierung des EPROMS)
3 Comp (Vergleich EPROM mit Speicher)
4 Nassys (Rücksprung)
Vom Programm werden nur die vorstehenden Eingaben akzeptiert. Nun
fordert das Programm die vierstellige Eingabe von:
-Speicheranfangsadresse
-EPROM-Anfangsadresse
-Anzahl Bytes
an. Es werden nur hexadezimale Werte akzeptiert. Erfolgt eine
fehlerhafte Eingabe (ungl. Hex.), dann wird der Bildschirm neu
initialisiert und die Eingabe kann wiederholt werden.
Der formatierte Bildschirm bleibt während der Programmausführung
erhalten, außer bei den Programmvarianten Test und Comp, bei denen ein
Ausdruck auf dem Bildschirm erfolgt, wenn der EPROM-Inhalt ungl. FFH
ist bzw. EPROM- und Speicher-Inhalt nicht übereinstimmen
(Bild 2).
Die im Programm integrierten Zeitroutinen beziehen sich auf einen 4MHz-Takt
und sind so bemessen, daß die Mindestzeitangaben der Hersteller um mehr
als den Faktor 10 verlängert werden (zur Sicherheit). Das Auslesen
eines 2732 dauert damit z.B. 1.5 Sek., eines 2764 ca 3 Sekunden. Nach
erfolgter Programmierung eines EPROM kann mit der Programmvariante Comp
überprüft werden, ob das EPROM richtig programmiert worden ist.
Nützliche Tips für den Nachbau
Die vorliegende Schaltung wurde auf Veroboard-Leiterplatten verdrahtet.
Wenn in einiger Zeit die EPROM's 2732/2564/2764 zum Stand der Technik
gehören und preislich sich noch etwas tut, dann findet sich sicher
jemand, der ein Layout erstellen könnte. Probleme bereiteten bei der
ersten Verkabelung der Schaltung die Spannunsspitzen auf Masse- und
Versorgungsleitungen Vcc, herrührend vom Umschalten des EPROM's vom
Standby-Betrieb in den aktiven Zustand und umgekehrt. Also ausreichend
Entkoppelungskondensatoren vorsehen!
Anstelle eines Schalters in der vorliegenden Schaltung können auch
mehrere EPROM-Sockel direkt verkabelt werden.
Im
NASCOM-Journal
wurde einmal die Erzeugung der Programmierspannung
aus einer 5V-Versorgung beschrieben, was auch hier eingesetzt werden
könnte. In jedem Fall ist bei der Dimensionierung der 5V/26V-Versorgung
darauf zu achten, daß beim Ein- und Ausschaltvorgang die 5V-Versorgung
zuerst eingeschaltet und zuletzt ausgeschaltet wird.
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