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Floppy-Einsteiger
von GÜNTER BÖHM
In der letzten Ausgabe
habe ich Ihnen berichtet, welche Schwierigkeiten
es gab, bis die Controller-Karte am Laufen war. Dabei handelte es sich
um den Prototypen von Dieter Oberle. Als ich nun daran ging, meine
eigene Karte aufzubauen, die aus unserer ersten Kleinserie stammt und
ja auch schon bei einigen von Ihnen gelandet ist, war die Frustration
sehr groß; denn die Karte lief zunächst nicht, und so mußte die bereits
beschriebene Schweißarbeit von neuem beginnen.
^ wichtiges "W" NASCOMPL
Es wurden einige Unstimmigkeiten zwischen
Schaltplan,
Layout
und Prototypen festgestellt, die leicht zu bereinigen waren, aber der
hartnäckigste Fehler wurde erst gefunden, als der Dieter Metzler eigens
aus Freiburg hier herauffuhr, um mit einem sehr guten Oszi die
minimalen Störungen an den Spitzen des 16 MHz - Taktes erkennbar zu
machen. Das Einlöten eines winzigen Kondensators löste dann alle
Probleme.
Inzwischen laufen zwei Karten aus der Serie, und somit
dürften für alle Nachbauer keine Probleme mehr auftreten.
Der
Übersichtlichkeit wegen möchte ich die korrigierte Stückliste hier
nochmals abdrucken.
R6 - R13 150 Ω
R16, R22, R23 10K
R3, R4, R5, R17, R24, R25, R26, R27, R28,
R29, R30, R31 1k
R18, R19, R20, R21 100 Ω
R14, R15 220 Ω
R1, R2 220K
C1 47uF
C2 4,7 uF
C3 1 n
C4 10 n
C5, C6, C7, C8 100p
C9 120p
CB 4x100 n
R6 - R13 kann ein SIL- Widerstandsarray sein. Es können aber ebenso
einzelne Widerstände stehend eingelötet werden. Oben verbinden und im
untersten Lötauge gegen +5V verlöten.
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Die 4x1K-Pullups bei Prom1 sollten Einzelwiderstände sein, deren
gemeinsame Verbindung am 3. Lötauge von oben an +5V geht. Die
Verwendung eines SIL-Arrays setzt hier eine Änderung der Leiterbahnen
voraus.
Der unbezifferte Widerstand auf dem Bestückungsplan ist R19.
R50 auf Platinenrückseite zwischen Pin2 und Pin14 des 74LS38 einlöten.
R31 zwischen Pin1 und Pin16 von Prom2 auf der Rückseite einlöten.
C9 auf der Rückseite zwischen Pin3 des 74LS04 und Masse einlöten (ein
74S04 könnte von Vorteil sein).
Am 7438 müssen Pin12 und Pin13 verbunden werden.
Die Brücken an J2 müssen bei Verwendung eines 6106 Laufwerks offen
sein. (Sie spiegeln ein READY vor, auch wenn das Laufwerk noch nicht
bereit ist).
Vorsicht bei der Bestückung von R2 und R3. Sie dürfen
nicht zu eng gebogen sein, sonst erwischen Sie das falsche Lötauge. (R2
muß an Kondensator und Brücke, R3 unterhalb Pin4 des 74LS123.
Bei Nichtverwendung der DMA brauchen I16 und I17 nicht bestückt zu
werden. Die entsprechenden Kondensatoren CB können dann gleichfalls
entfallen.
Es sind zwar noch einige Unterschiede zum
Schaltplan
auf der Karte,
aber die haben keinerlei Einfluß auf die Funktion. So liegt z.B. das
ENABLE des 74LS245 auf Masse, und einige Ein- und Ausgänge von Gattern
wurden zur besseren Leitungsführung vertauscht, Dies erschwert zwar die
Fehlersuche etwas, aber Fehler kommen ja bei uns nun nicht mehr vor,
oder?
Nachdem also die Hardware soweit funktionierte (ein zeitlicher Rückfall
von 14 Tagen und viel Nervensubstanz) konnte ich endlich an die
Anpassung unseres Dlsketten-Verwaltungsprogramms
(EMDOS)
gehen. Dies
hat mich zwar auch einem Magengeschwür nähergebracht, aber schließlich
steht ein recht komfortables System zur Verfügung, das sich nicht mit
den Cassettenverwaltungen vergleichen läßt, was Komfort und vor allem
Geschwindigkeit angeht. Schon jetzt, wo alles noch mit Single Density
abläuft, muß ich sagen, daß sich der Aufwand gelohnt hat.
An anderer Stelle
ist von Helmut Emmelmann einiges über die Anpassung des
Programms an einen Controller geschrieben. Das dürfte
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