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Floppy-Einsteiger
von GÜNTER BÖHM
Nachlese
Nachdem nun schon etwa ein Drittel unserer Leser den Anschluß an unser
Floppy- System mit der
Zippel/Oberle Controller Karte
gefunden haben,
scheint es mir gerechtfertigt, in der Aufbauphase diesem Thema einen
breiten Raum zu geben. Daß die Ausführungen viel Platz beanspruchen
werden, kann ich schon jetzt abschätzen. Deshalb möchte ich mich bei
den Lesern entschuldigen, die mit der Floppy nichts im Sinn haben.
Ihnen zum Trost: Wenn die Floppy bei allen läuft, bieten die Disketten
ein so bequemes Medium, daß wohl eine ganze Menge an Software auf
diesem Wege transportiert wird, und nichtinteressierte Leser nicht mehr
belästigt.
Wir haben schon jetzt damit begonnen und bieten eine
Diskette an, die die folgenden Programme und noch einiges mehr enthält,
sodaß man sich viel Tipparbeit ersparen kann. Mehr dazu in einer
gesonderten Meldung
in diesem Heft.
Zunächst einige wichtige Ergänzungen zu den Floppy- Seiten der letzten
Hefte. EMDOS: Bei der Benutzung mehrerer Laufwerke werden diese
folgendermaßen selektiert (eingeklammerte Zeichen können weggelassen
werden!):
| D (A:) | Directory Laufwerk A |
| D B | Directory Laufwerk B (andere entsprechend) |
| (A:)FORMAT.COM | Command Laufwerk A |
| B:FORMAT.COM | Command Laufwerk B und andere |
| L (A:)BASIC | Laden von Laufwerk A |
| L B:BASIC | Laden von Laufwerk B etc. |
Bitte beachten Sie, daß zwischen Befehl und Laufwerksnummer ein
Space, zwischen Doppelpunkt und Laufwerksnummer kein Space stehen muß.
Verschiedentlich wurde nachgefragt, was denn eigentlich die Funktion
des PHEAS sei. Deshalb hier nochmals: EMDOS ist ein Verwaltungsprogramm
(ähnlich dem BDOS in CP/M), das rein logisch verschiedene Files nach
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bestimmten Regeln auf der Diskette "verteilt". Es verwaltet
das Inhaltsverzeichnis und kontrolliert, daß die Files an die richtigen
Stellen geladen werden. EMDOS arbeitet theoretisch mit jeder
Floppy-Controller Karte. Es benötigt aber eine Schnittstelle zur
Hardware, und eben diese wird durch PHEAS dargestellt. PHEAS teilt
EMDOS jeweils mit, wie die Diskette in Spuren und Sektoren aufgeteilt
ist und übernimmt die direkte physikalische Steuerung der Laufwerke
(deshalb auch PHysikalisches Ein Ausgabe System).
Bei den Testroutinen
(Heft 9-83)
wurde die Geschichte mit den
Statusmeldungen des Controllers entweder mißverständlich formuliert
oder aber zum Teil böswillig falsch verstanden. Zur Klärung:
Nach Lese- oder Schreiboperationen muß das Statusregister 00 melden,
dann wurden die Operationen richtig durchgeführt. Wird aber nur ein
RESTORE (HOME) durchgeführt, lautet die Meldung 04 (=Kopf auf Spur 0),
Nach einem SEEK muß die Meldung 20 (=Kopf auf Diskette) gegeben werden.
(Siehe Tabelle TypeI Commands
Heft 9 Seite 8).
Nun aber endlich zu den
aktuellen Meldungen über die Floppy, die mittlerweile mit Double
Density problemlos läuft (wurde ja auch Zeit).
Double Density
Inzwischen ist das seit langern angeforderte Assemblerpaket zum
mc-
Computer angekommen, und ich konnte mich endlich mit den
Aufzeichnungsformaten auseinandersetzen. Hier nun zunächst eine
Beschreibung, wie sich die
mc- Leute das Starten eines Betriebssystems
(CP/M) vorstellen.
Hier existiert als erstes ein sogenanntes Urladeprogramm, das es
ermöglicht, den ersten Sektor von Spur 0 einzulesen. Die Spur 0 ist
dabei in Single Density (16 Sektoren zu 128 Bytes), kann also auch von
Rechnern gelesen werden, die Double Density nicht verarbeiten können.
In diesem Sektor ist nun der Booter abgespeichert, der das
Betriebssystem (CP/M) von Spur 1 bis 3 einlesen und im Rechner ablegen
soll. Er enthält auch die Information, ob der Rest der Diskette in
Single oder Double Density formatiert ist (ab Spur 1).
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