
Intern
Liebe Leser,
nun ist es schon wieder so weit, daß wir einen
Jahrgang des 80-BUS
Journals abschließen.
Manche von Ihnen werden sich noch an die ersten
Gehversuche
1980 erinnern, als das Heft von MKS für die Besitzer des NASCOM 1
mit 1K RAM herausgebracht wurde.
Inzwischen hat sich nicht nur der NASCOM in
seinen unterschiedlichsten Ausbaustufen gemausert (viele Leser besitzen
ja inzwischen reine
ECB-
Systeme), auch die Software ist nicht mehr zu
vergleichen mit den Anfängen, als wir schon erfreut waren, wenn ein
Buchstabe sich auf dem Bildschirm bewegte.
Kein Wunder, daß bei einer
solchen Entwicklung die Programme Längen erreichen, die einen Abdruck
nicht mehr sinnvoll erscheinen lassen (Man denke nur an das Abtippen
von 20K Sourcetext).
Das Assemblerlisting des BIOS in
Heft 3/84
war auch nicht zum Abtippen
gedacht, sondern sollte 1. einen Überblick über die verschiedenen
Module des BIOS gewähren und 2. war es eine Dokumentation dessen, was
wir gemeinsam von den Anfängen erreicht haben.
In dieser Ausgabe werden
Sie einige Programmabdrucke vergeblich suchen. Einiges wird nur auf
Diskette angeboten. Wir haben aber darauf geachtet, daß für jedes
Programm auf den Disketten (diesmal konnten wir sogar zwei Disketten
füllen) eine Programmbeschreibung abgedruckt ist.
Die Tendenz für
1985
scheint klar: die Hefte werden in erster Linie
Programmbeschreibungen und Hardware- Neuheiten enthalten, der Hauptteil
der Software wird wohl auf Diskette angeboten. Allerdings werden auch
die unverbesserlichen Cassettenanhänger bemerken, daß gerade in dieser
Ausgabe einige kurze (und hoffentlich doch sehr nutzliche) Programme
zum Abtippen einladen.
Wir werden dafür Sorge tragen, daß auch in
Zukunft die Cassettenbenutzer auf ihre Kosten kommen, aber es muß
einfach gesagt sein, daß die Cassettenzeit wohl bald allgemein auf dem
Gebiet der Home- oder Hobbycomputer vorbei sein wird.
Wer sich rechtzeitig um den Anschluß an die Floppy- Benutzer bemüht,
hat schon früher mehr davon.
Schon jetzt haben sich einige Leser über das etwas träge PHEAS
beschwert, das allerdings gegenüber einem C64 Laufwerk ein
Geschwindigkeitskünstler war. "War" deshalb, weil es
ab jetzt um mindestens den Faktor 3 schneller
geworden ist. Mehr darüber in
diesem Heft.
Nun aber zu einer Journal- internen Angelegenheit.
Sie wissen (oder können es herauslesen), daß uns die sicherlich nicht
geringe Arbeit für das Journal und seine Leser eine Menge Freude macht.
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In letzter Zeit wurde diese Freude aber getrübt durch einige Leser, die
sich, unserer Meinung nach, nicht an die Spielregeln halten.
So hatten wir um Vorbestellungen von CP/M gebeten, um dieses
preisgünstig anbieten zu können. Nach unserem Aufruf in der
Miniausgabe August 84
wurden aber nur etwa zwei Drittel der Vorbestellungen auch
überwiesen, was uns Schwierigkeiten mit unserer Zulieferfirma brachte.
Diese Sache ist nun ausgestanden, und wir bieten CP/M auch nicht mehr
an, da es inzwischen zu Tiefstpreisen angeboten wird. Ob diese Angebote
seriös sind, wird von einigen Lesern angezweifelt. (Das sind Preise
weit unter dem Einkaufspreis von Digital Research). Wir sind jedenfalls
bedient (sanft ausgedrückt).
Ähnlich ergeht es uns augenblicklich mit einigen Platinen. Da haben
manche Leser Interesse an 3 bis 4 Stück angemeldet, und nachdem wir die
Platinen in Serie gegeben haben, hat man von den Interessenten nichts
mehr gehört. So sitzen wir z.B. auf ca. 15 CPU-Platinen.
Damit es in Zukunft keine Mißverständnisse gibt, hier der Ablauf einer
Serienfertigung:
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Vorstellung der Platine mit Bitte um Interessensäußerung.
-
Notieren der Namen der Vorbesteller.
-
Ab 7-8 Bestellern Serienfertigung (zu diesem Zeitpunkt zahlen wir
noch drauf).
-
Versand nach Reihenfolge der Bestellungen (Bisher haben wir immer auf
Vorkasse gewartet).
Vorbestellung einer Platine heißt also für uns immer: eine verbindliche
Bestellung.
Da unser Platinenhersteller uns augenblicklich eine
Lieferzeit von 8 Wochen in Aussicht stellt, müssen Sie mindestens mit
einer Lieferzeit von einem Vierteljahr ab Vorankündigung einer Platine
rechnen. Mir persönlich ist das immer noch lieber, als eine Schaltung
zu fädeln.
Um die Vorwürfe etwas zu mildern, sei gesagt, daß die Zusammenarbeit
mit den meisten Lesern bisher optimal funktionierte.
In dieser Ausgabe
sind nun wieder zwei Platinen vorgestellt. Wer interessiert sich
(wirklich!) für die
Busterminierung
(oder die
Gleichrichterkarte)?
Nun noch kurz etwas über Artikel und Programme in diesem Heft und auf
den Disketten.
TEXTREP wurde bereits in Heft 1/84
vorgestellt, wurde aber leider auf
Disk1 vergessen.
PBIOS1
befindet sich bereits auf Disk3, manche Leser konnten zunächst
nichts damit anfangen, andere könnten sich dafür interessieren; deshalb
der Abdruck in dieser Ausgabe. Es ist einfach die Einfügung eines
Druckerprogramms in das BIOS.
Falls einige Leser nicht wissen sollten, was
SSTV
ist (Slow Scan
Television, eine Bildübermittlung per Funk), fragen Sie bitte an. Wir
versuchen dann, einige Informationen über dieses sehr interessante
Teilgebiet des Amateurfunks zu drucken.
Nun noch zu einem Projekt, das wir eigentlich als wichtig empfinden:
Obwohl wir (fast) alle mit dem gleichen Rechner begonnen haben, hat
sich nun einiges an Inkompatibilität eingeschlichen. (Deshalb ja auch
die soundsovielte BIOS-Version in dieser Ausgabe).
Durch CP/M wird ja wohl einiges ausgeglichen; aber was Grafik und
andere adreßabhhängige Dinge angeht, so bitte ich doch um folgende
Zusammenarbeit:
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