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Nascom Journal

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BILLIGST-SPEICHERERWEITERUNG MIT MK 4118

Schon für ca. DM 70,-- kann man den NASCOM 1 um 1k Speicherplatz erweitern, wenn man den freien EPROM-Sockel (IC 39) benutzt. Es sind nur sehr wenige Leitungsänderungen vorzunehmen. Installiert man entsprechende Umschalter, so ist das System auch weiterhin mit zusätzlichen EPROMs zu benutzen, man kann entsprechende Programme vor dem "Einbrennen" in EPROM sogar am "richtigen Platz" testen (0400 bis (07FF ), was für nicht verschiebliche Programme ein ungeheurer Vorteil ist. Aber auch bei fester Verdrahtung bietet ein zusatzlicher Bereich von 1k schon große Vorteile, vor allem für diejenigen, die sich zunächst vor der Ausgabe einiger Hundert Mark für eine normale Erweiterung scheuen. (Zumal kein verstärktes Netzteil notwendig ist!)

Am einfachsten lassen sich die notwendigen Anschlüsse folgendermaßen bewerkstelligen:

Zunächst nimmt man IC 44 aus der Fassung. Man biegt Pin 12 heraus und lötet ihn mit einer kurzen Leitung an Masse. Am MK 4118 (erhältlich bei MK-Systemtechnik) biegt man Pin 18,19 und 21 heraus. Am MK 4118 werden Pin 19 und 24 mit einem kurzen Drahtstück verbunden. Pin 18 verbindet man mit dem freigewordenen Anschluß am Sockel des IC 44. Nun muß nur noch Pin 21 mit dem /WR Ausgang der CPU verbunden werden, und der Zusatzspeicher ist einsatzbereit.

NASCOM 1 GRAPHIK "BRUTAL"

Um mit dem NASCOM 1 einigermaßen interessante Graphik zu erzeugen, ohne den Character Generator auswechseln zu müssen, ist es notwendig,

  1. die Zellenabstände zu entfernen und
  2. die Punktmatrix zu verändern.

Mit geringen Veränderungen an der Hanrdware ist das folgendermaßen möglich.

  1. Unterbricht man die Taktleitung von IC 3 zum RS 3 Eingang des Char. Generators und legt diesen auf Masse, so werden die Zeichen zweimal übereinander abgebildet, und die Leerzeile verschwindet. Man könnte hier einen manuellen Schalter einbauen; der Effekt läßt sich aber auch per Software steuern. Im Beispiel übernimmt diese Funktion das unbenutzte Bit 7 des VDU RAMs.



  2. Folgender Kniff verändert die Form der ASCII-Zeichen und bildet die verschiedensten graphischen Formen ab: Der LD-Takt von IC 18 zum Schieberegister IC 15 wird unterbrochen und durch den 4MHz Takt von Link 6 ersetzt. Anstelle eines Schalters kann auch hier durch Software gesteuert werden, z.B. mit Bit 5 von Port 0. Ein einfacher Befehl, wie 3E 00 oder 3E 20 D3 00,schaltet dann von gewohnten ASCII-Zeichen auf Graphik oder umgekehrt.

Günter Böhm, _________________ ____
__ Karlsruhe __
Tel.: ____/ ______












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