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80-Bus Journal

Januar 1983 · Ausgabe 1


Prozessors befindet und über ein Port angesprochen wird. Üblich waren Terminals mit serieller Schnittstelle, zumeist mit eigenem Prozessor. Heute sind wohl busparallele intelligente Videokarten zum Standard geworden (sowohl beim 80-Bus als auch beim ECB-Bus), die über Parallel-Ports angesprochen werden, und eine schnellere Datenübertragung ermöglichen. Der schnellste Zugriff auf den Bildschirm ist aber in Systemen möglich, in denen der Bildschirmspeicher ein Teil des Arbeitsspeichers ist, wie auch beim NASCOM. Dies wird jedoch von CP/M nicht unterstützt und außerdem liegen sowohl der Bildschirmspeicher als auch das Betriebssystem NA5-SYS in einem Speicherbereich, der von CP/M für andere Funktionen reserviert ist. Die CP/M-Kompatibilität wird also nicht ohne eine kleine Hardwaremodifikation erreicht, mit der wir aber plötzlich die Vorteile beider Systeme (Terminal oder Memorymapped) im NASCOM miteinander vereinen können. Die unteren 4K des Speicherraums mit NAS-SYS, dem Video-RAM und dem Workspace C00H bis FFFH müssen einer eigenen Speicher-Bank zugeordnet werden, die über ein Bit eines I/O-Ports beliebig ein- oder ausgeblendet werden kann, wobei gleichzeitig 4K-RAM) einer anderen Karte z.B. die sonst ausgeblendeten unteren 4K einer 64K-Karte) eingeblendet werden. Verwendet man z.B. Bit 5 von Port O, dann, kann man das mit 2 oder 3 IC's bewerkstelligen (im einzelnen hängt das von der verwendeten Speicherkarte ab). Man muß nur dafür sorgen, daß bei RESET NAS-SYS eingeblendet wird. Dann kann das Betriebssystem von Cassette in den oberen Speicherbereich geladen werden. Bei CP/M-Betrieb wird von diesem Betriebssystem aus dann NAS-SYS mit dem Bildschirm ausgeblendet und nur bei Bedarf eingeschaltet,wenn z.B. der Bildschirm beschrieben oder Unterprogramme von NAS-SYS verwendet werden sollen. Wer das 8K-ßasic im ROM behalten möchte, kann es ebenso ausblendbar machen. Natürlich ist auch einfach Betrieb unter NAS-SYS möglich.

BUS-Schnittstellen

Ebenso wie bei Betriebssystemen haben sich auch bei den Bus-Systemen gewisse Standards etabliert, meist weniger durch ihre Qualität als durch die Entwicklung der Mikrocomputertechnik bedingt. Wenn man sich z.B. den in Deutschland verbreitetsten Bus für Z80-Systeme, den Kontron- bzw. ECB-Bus, auf seine Konzeption hin ansieht, kann man kaum Ordnung oder Systematik

darin erkennen. Aber diese Busbelegung mit dem Europakartenformat hat sich trotzdem durchsetzen können. Wenn erst einmal genügend Systeme und Erweiterungskarten für einen Bus auf dem Markt sind, kann sich kaum ein Anbieter leisten, ein anderes Bus-System herauszubringen, auch wenn es erheblich besser ist. Der Kunde profitiert natürlich von dem Wettbewerb der vielen Anbieter: Für den ECB-Bus werden die verschiedensten Karten als Leerkarten, Bausätze oder Fertigplatinen angeboten zu ständig sinkenden Preisen, sowie eine Menge Zubehör - Gehäuse, Netzteile, Busplatinen und all das Kleinzeug, das manchmal mehr kostet als der eigentliche Computer. Der aus England stammende 80-BUS zeigt eine ordentlichere Struktur als der ECB-Bus und bietet noch viel Platz für spätere Erweiterungen. Weniger schön ist das unhandliche Platinenformat. So haben viele NASCOM-Anwender ihr System auf den ECB-Bus umgerüstet (vor allem zu der Zeit, als wegen der NASCOM-Pleite kaum noch Erweiterungen zu bekommen waren), andere hatten bereits ihr System mit dem 80-BUS ausgebaut. Für diese Anwender erwies sich die Kompatibilität der GEMINI-Karten mit dem NASCOM als nützlich. Mit den GEMINI- und MICROSYSTEM-Anwendern ist natürlich auch der Kreis der 80-BUS-Benutzer hierzulande wieder angewachsen. Wir wollen hier weder für das eine noch für das andere Bus-System Stellung beziehen, aber wir haben wieder das Problem der Kompatibilität: In welchem Kartenformat und mit welcher Busbelegung sollen die Hardware-Erweiterungen der Leser und Mitarbeiter des 80-BUS-JOURNALS entwickelt werden? Man kann es niemals allen recht machen und die Gewaltlösung (handverdrahtete Busanpassung) ist sicher auch nicht jedermanns Sache. Wir lassen deshalb derzeit eine Busschnittstelle entwickeln, einen ECB-Bus-Adapter für den 80-BUS. Die Adapterplatine wird in eine Steckerleiste des 80-BUS gesteckt und kann 2 ECB-Bus-Karten aufnehmen. Mit einem kleinen Trick lassen sich dann auch zwei Buskarten der beiden Systeme direkt miteinander verbinden, z.B. auch ein Mini-Mother-Board im 80-BUS-Format mit einem ECB-System, wenn jemand mit ECB-Bus 80-BUS-Karten in seinem System verwenden will. Darüber hinaus werden wir in den nächsten Ausgaben des 80-BUS-JOURNALS die Koppelung des NASCOM-Grundsystems mit ECB-Bus-Systemen beschreiben, z.B. mit dem MC-CP/M-Computer oder mit Kanten von Janich&Klass. Dem NASCOM-Anwender steht damit das ganze Angebot












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