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80-Bus Journal

Jan/Feb/März 1984 · Ausgabe 1


folgenden Sektoren liegt ein anderer.

Dieses Format bringt kürzeste Zugriffszeiten und maximale Speicherausnutzung der Diskette mit sich. Bei einfachen, SA-400 kompatiblen Minidisketten wie BASF-6106 kommt man so auf eine Kapazität von 200KB (40 Spuren, eine Seite), die CP/M Blockgröße ist 1KB, 64 Dateien pro Diskette sind möglich. Dies ist in vielen Fällen, spätestens aber bei der Verwendung von CPM-PLUS, Hochsprachencompilern wie PASCAL MT+ oder Programmpaketen wie MUMATH, DASOFT oder MULTlPLAN viel zu wenig, weshalb folgene Diskettenlaufwerke interessanter sind:

-TEAC FD55E: 80 Spuren, eine Seite, Kapazität im obigen Format 400KB, 2KB-Blockgröße, 128 Dateien

-TEAC FD55F: 80 Spuren, doppelseitig, Kapazität 800KB, 2KB Blockgröße, 256 Dateien

-TEAC FD55G: 80 Spuren, doppelseitig, vierfache Dichte, Kapazität 1600KB, 512 Dateien, 2KB Blockgröße.


Der Softcontroller garantiert den sicheren Betrieb all dieser Laufwerke, der Typ FD55G muß jedoch zwingend mit Chromdioxyd-Disketten betrieben werden, da die Körnung bei normalen Diskettenmaterial zu grob ist. Gute Erfahrungen wurden mit der Marke MAXELL MD2-HD gemacht.

Alle anderen TEAC-Laufwerke stellen sehr geringe Ansprüche an das Diskettenmaterial. Man sollte jedoch keine Disketten mit zu rauher Oberfläche verwenden, um die Köpfe zu schonen. Ansonsten lohnt sich die Anschaffung von teuren Disketten nicht, billige, einseitige Disketten wie Disky 1D von Doebelin & Boeder (ca. 7 DM) zeigten auf TEAC FD55F Laufwerken bei 800KB Kapazität bessere Ergebnisse als teure INMAC-PLUS zu DM 25,-.

Im Lieferumfang der BIOS-Distribution für den Softcontroller befinden sich folgende Dateien und Programme:

Auf den Systemspuren befindet sich ein zu CP/M 2.2 absolut kompatibles Betriebssystem, welches aber einige Vorteile gegenüber Standard-CP/M hat:

-Suchpfad auf USER 0, Laufwerk A:, wenn eine Befehlsdatei (COM-Datei) nicht auf dem angemeldeten Laufwerk/User gefunden wird.

-Kommandoprozeduren (SUBMIT) laufen nicht auf Laufwerk A: ab, sondern auf dem angemeldeten Laufwerk.

-Einige zusätzliche transiente Befehle wie z.B. ein Druckbefehl PRI.

-Seitenorientierte Bildschirmausgabe bei TYPE

BIOS.SYS ist ein verschieblicher Modul, der alle NASCOM-spezifischen Routinen des Betriebssystems enthält. BIOS unterstützt alle oben aufgeführten Diskettenformate und bedient die Tastatur per Timerinterrupt (durch den Tastaturpuffer geht zu keinem Zeitpunkt ein eingegebenes Zeichen verloren). Außerdem besitzt BIOS eigene Bildschirmroutinen und kann über die NASCOM-PIO einen CENTRONICS-kompatiblen Drucker ansteuern.

AVC.COM kann aufgerufen werden, wenn eine AVC-Farbgrafikkarte im System existiert. Diese stellt sich dann dem CP/M-System als intelligentes Datensichtgerät dar, 96 * 25 Zeichen auf dem Bildschirm darstellt. Mit standardisierten ESCAPE-Sequenzen und Steuerzeichen sind direkte Kursorpositionierung, Kursorabfrage, Umdefinition von Zeichen des Zeichensatzes, Programmierung von Funktionstasten auf der NASCOM-Tastatur, Attribute wie Inversdarstellung, Grafikzeichen, Unterstreichung und doppelte Zeichenbreite anwählbar. Die Zifferntasten wirken zusammen mit der GRAPH-Taste als ladbare und freiprogrammierbare Funktionstasten, eine Editierung beliebiger

Zeilen auf dem Bildschirm ist nach Betätigung von GRAPH-E möglich. Mit GRAPH-L gelangt man in den lokalen Modus der Terminalsoftware, der eine Umprogrammierung aller Funktionen über die Tastatur erlaubt. Alles in allem hat man mit AVC.COM ein Werkzeug zum optimalen Einsatz solcher Programme wie WORDSTAR, MULTIPLAN, DBASE usw.

AVC*.ASM: Dies sind die Quellprogramme zu AVC.COM, sodaß der Anwender Änderungen an dieser Software vornehmen kann.

GRAF*.ASM: Diese Dateien beinhalten alle Assemblerroutinen der NASCOM-Grafiksoftware. Diese Moduln können zu MICROSOFT -REL-Dateien übersetzt werden, ein Interface zu der Sprache PASCAL-MT+ ist vorhanden, es kann leicht an andere Sprache wie FORTRAN-80, PL1-80 usw. angepaßt werden. Die Grafiksoftware erlaubt mit einfachen Befehlen die Darstellung beliebiger Polygonzüge, Kreise, Tortendiagramme, Vektoren in jeder Orientierung, Farbe, Projektion und Vergrößerung. Objekte können gefüllt werden, bis zu 4000 Farbabstufungen sind durch Rasterung erreichbar, Bilder können auf jedem grafikfähigem Drucker oder Plotter ausgegeben werden. Diese Software ist den Preis der AVC-Karte mehrfach wert !

TECO.COM: Dies ist eine Textverarbeitungsprogrammiersprache, ein zeichen/zeilenorientierter Editor mit Makromöglichkeiten wie sie sonst nur eine höhere Programmiersprache bietet. Dieser Editor ist kompatibel zu der Großrechnerversion von TECO, die sich bei Rechnern von Digital Equipment (DEC) großer Beliebtheit erfreut.

MACRO.COM und LINK.COM: MACRO ist ein relokierenden Code erzeugender Z80-Makro-Assembler. Er ist von den Mnenomics her kompatibel zu dem Digital Research Macroassembler MAC-80, hat aber umfangreichere Macro-Möglichkeiten und ist ein echter Z80-Assembler. LINK ist der zugehörige Binder, der die von MACRO erzeugten REL-Module zu einem Maschinencodeprogramm bindet.

BASIC.COM und RUN.COM: BASIC ist ein dem bekannten Digital-Research CBASIC verwandter BASIC-Compiler. Er erzeugt einen sehr kompakten Zwischencode, der mit RUN ausgeführt werden kann. Dieses BASIC erlaubt strukturierte Programmierung, erzeugt sehr kompakten Code, sodaß sehr große Programme geschrieben werden können, die viel schneller ablaufen als normal interpretierte Programme.

DU.COM: Ein Hilfsprogramm zum direkten Verändern (patchen) von Disketten. Es erlaubt einen Zugriff auf beliebige Diskettensektoren, CP/M-Dateien und Inhaltsverzeichnis-Einträge. Versehentlich gelöschte Dateien lassen sich mit DU wiederbeschaffen !

CAT.COM: Ein komfortables Inhaltsverzeichnis-Programm, welches die genaue Lage einer Datei auf Disketten, Dateigröße und gesetzte Attribute anzeigen kann, Inhaltsverzeichnisse können auf Disk, Bildschirm und Drucker ausgegeben werden.

TELNET.COM, TELNET.C: Ein Programm, welches neben dein Terminalbetrieb des NASCOM an einem Modem noch den Dateitransfer von/zu anderen Rechnern ermöglicht. Dies brauchen keine CP/M-Systeme zu sein, da das in C geschriebene Quellprogramm auf anderen Systemen auch übersetzbar ist, sofern für diese ein C-Compiler existiert!

COPYALL.C, COPYALL.COM: Dies Programm erlaubt ein bequemes Kopieren von Disketten auf Rechnern mit nur einem Diskettenlaufwerk. Dabei wird im












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