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80-Bus Journal

Okt./Nov./Dezember 1984 · Ausgabe 4


CP/M-BIOS

von DAVID KASTRUP

1. CP/M-Bios

a) BIOSMAIN.MAC

Dieses Modul enthält die Einsprungpunkte des BIOS und die Diskettentreiber.

Mit meiner jetzigen Version können 2 Laufwerke TEAC FD 55-F angesteuert werden. Dabei erkennt es im 2. Laufwerk (B:) 6 verschiedene Diskettenformate, die entsprechend behandelt werden. Es wird zwischen DD und SD unterschieden, zwischen 35- und 80-Track-Formaten, und bei Double-Density können sowohl 256-Byte-Sektoren (ECMA), als auch 512-Byte-Sektoren verwendet werden. Teile dieses Moduls sind aus Richard Beal's BIOS entnommen worden. Der Großteil stammt von mir.

b) BIOSIO.MAC

Dieses Modul enthält die Byte-orientierten Ein-/Ausgabe-Treiber. Es werden die Einheiten CON:, RDR:, PUN: und LST: zur Verfügung gestellt. Das Intel-I/O-Byte ist voll implementiert. Als Druckereinheiten stehen zur Verfügung: der Bildschirm, die serielle Schnittstelle (Portaddresse patchbar), die serielle Schnittstelle Handshake (Port 0 Bit 7), und eine PIO mit Centronics-kompatiblen Handshake-Signalen. Der Großteil dieses Moduls stammt von Richard Beal.

c) BIOSKBD.MAC

Diese Keyboard-Routine läuft über einen 50 ms-Interrupt, der von einem CTC generiert wird. Da die Keyboard-Routine komplett von mir selber geschrieben wurde, ist die Veröffentlichung unbedenklich. Abgesehen von der anderen Tastenbelegung weist die Keyboard-Routine noch einige andrere Besonderheiten auf: mit Graph-C wird ein CP/M-Warmboot durchgeführt (anstelle von RESET, das bei mir NAS-SYS 3 einblendet und startet), mit Graph-K wird die Funktion der SHIFT-Taste bei Buchstaben umgekehrt, mitGraph-R wird immer der Keyboard-Status Not-Ready zurückgeliefert, da manche Programme abbrechen, sobald eine Taste gedruckt wird und man so nicht im voraus tippen kann, und mit Graph-T wird der Interrupt-Buffer (32 Zeichen max.) geleert.

d) BIOSCRT.MAC

Dieses Modul verwendet die AVC-Grafik-Platine als 96x25-Zeichen-Bildschirm, der wahlweise auch in Single-Resolution mit einer Auflösung von 48x25 Zeichen betrieben werden kann. Jedes Zeichen wird in einem 8x10 Pixel großen Feld dargestellt, die eigentliche Zeichenmatrix beträgt 5x7 mit 2 Pixel Unterlängen. Es können 2 verschiedene Zeichensätze selektiert werden.

Beide Zeichensätze können jederzeit umprogrammiert werden. Da große Teile der Bildschirmansteuerung von dem BIOS von Lampsson übernommen worden sind, ist dieser Teil zur Veröffentlichung ungeeignet.

NASCOMPL: 
LAMPSON hat 
nichts dagegen

e) BIOSCSUS.MAC bzw. BIOSCSGR.MAC

Enthalten einen englischen bzw. einen deutschen Zeichensatz für das Terminal.

CPM/LIFE

von DAVID KASTRUP

Das bekannte und beliebte MpdK-Life liegt jetzt auch in einer Version für CP/M, Pascal-MT+ und AVC-Grafik-Karte vor. Der zeitkritische Teil ist mit Macro-80 in Z80-Assembler geschrieben worden, die maximale Auflösung betragt ungefähr 384x200. Bei dieser Größe wird die nächste Generation normalerweise in weniger als 1-2 sec berechnet. Das ist nur durch eine grundlegend verbesserte Kernroutine möglich. Damit die meisten Nascom- Benutzer von dieser Verbesserung profitieren können, habe ich diese veränderte Routine auch in das alte Kassetten-Life eingebaut. Es rechnet jetzt die Generationen mit einem Schnitt von ca. 12 Generationen pro Sekunde aus (ich phantasiere nicht, probieren Sie es aus!). Damit ist MpdK- Life das schnellste mir bekannte Life, wenn man die relativ große Auflösung von 96x45 mitberücksichtigt.

Ich schicke die Source-Versionen von beiden Lifes mit. Das Kassetten-Life ist leider fast völlig undokumentiert und schlecht strukturiert. Die CP/M-Version ist wesentlich lesbarer (auch durch die Verwendung von Macros). Außerdem könnte man sie auf jeder Grafik laufen lassen (also auch auf der 80-Bus-Journal-Grafik-Karte), wenn man die Bildschirm-Routinen entsprechend abändert. Da dies der einzige maschinenabhängige Bestandteil ist, wäre dies für alle Leute interessant, die so etwas wie eine Grafik ihr eigen nennen. Allerdings möchte ich darum bitten, die Copyright-Notiz mitzuübernehmen. Ich glaube, die Arbeit von Michael Prümm und mir ist zumindest soviel wert.

Die Bedienung des Kassetten- Life hat sich nicht verändert, die CP/M-Version unterscheidet sich in einigen Punkten davon. Der God-Befehl ist gestrichen worden; man kann sich stattdessen sofort mit den Cursortasten bewegen und mit Space eine Zelle invertieren. Die Befehle zum Abspeichern eines Bildes im Speicher sind gestrichen worden. Stattdessen kann man mit W ein Bild auf Diskette abspeichern und es mit R wieder einlesen. Mit G erhält man die Anzahl der vergangenen Generationen, mit D stellt man die Verzögerung nach der Entwicklung einer Generation ein, mit P wird eine Volkszählung veranstaltet, und mit Q landet man wieder im CP/M.

LIFE.ZEA ist ein ZEAP-Assembler-file. LIFE hat zwei Einsprung-punkte. Der erste (beim ORG) ist der normale, der 2. (bei ORG+3) löscht den Bildschirm nicht. Dadurch kann man z.B. vom Basic aus den Bildschirm per Zufall füllen und dann ins LIFE springen.

Allerdings darf der Bildschirm kein Blank (20H) enthalten. Das muß durch 0C0H ersetzt wer den.



DA ES DER VORHANDENE PLATZ IN DIESER AUSGABE NICHT GESTATTET, DIE LANGEN LISTINGS ABZUDRUCKEN, WURDEN DIE PROGRAMME VON DAVID KASTRUP NUR AUF DISK5 ÜBERNOMMEN.   RED.












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