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Nascom Journal

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3. Was sind die Ursachen?

Dazu konnten auch die NASCOM-Entwicklungsingenieure in Chesham nichts genaues sagen. Offenbar treten die Fehler durch Schaltspitzen an den Datenbustreibern (DM81LS97) und an Adreßmultiplexern (SN74157) auf. Dabei gelangen die Störungen über IC2 auf den Datenbus, wenn die Schaltschwelle dieses Bausteines zu tief liegt. Durch andere Leiterbahnführung auf der RAM-Karte hätten sich diese Fehler möglicherweise vermeiden lassen. Bei der neuen 48k - RAM-Karte (ebenfalls mit dynamischen Speichern vom Typ 4116), hat man diese sporadischen Speicherfehler offenbar nicht.

Bei den alten NASCOM-Grundplatinen (ISS.A und ISS.B) treten zusätzlich durch die Grundkarte noch Probleme auf. Diese Probleme äußern sich in vermehrtem Rauschen auf den Versorgungsleitungen und dem Datenbus. Für Abhilfe siehe unter 4.)


4. Wie schafft man Abhilfe?

Dazu eine Reihe von "Rezepten", die in unserer Reparaturpraxis erarbeitet wurden. Führen Sie die erwähnten Maßnahmen bitte bei 1. beginnend nacheinander aus. Bringt eine Maßnahme nichts, so gehen Sie bitte zum nächsten Punkt über. Sie sollten also keineswegs alle Maßnahmen auf einmal ausprobieren. Auch hier gilt: Oberdosis schadet!

  1. Häufiger Fehler: Auf der Speicherkarte sind statt 74157 als Multiplexer 74LS157 eingebaut worden. Die "LS"-Typen sind hier in aller Regel völlig fehl am Platz und führen dazu, daß die Karte nicht richtig funktioniert. Die Ausgangstreiber der LS-Bausteine sind für diese Anwendung nicht leistungsfähig genug.

  2. IC2 auf der Speicherkarte sollte ein DM81LS97 sein (oder DM81LS95), der von NATIONAL SEMICONDUCTORS gefertigt wurde. Firmenzeichen: ≈. Die Bausteine von AMD bringen als IC2 verwendet oft viel schlechtere Ergebnisse. Sie haben offenbar einen schlechteren Signal/Rausch-Abstand. Insgesamt haben Sie auf der NASCOM-Grundplatine, dem Buffer Bus Board und RAM-Board zusammen sieben Stück DM81LS97. Am besten vertauschen Sie diese ICs reihum, um das beste zu finden.

  3. Kritisch ist oft auch der DM81LS97 auf dem Buffer Bus Board (IC1). Finden Sie auch dafür den besten Baustein, wie unter 2.).
  1. Legen Sie zwischen die Anschlüsse Pin 9 und Pin 14 der IC4 - 11 je einen 4k7-Widerstand. Und nur an diese ICs ! Die andere Reihe von Speicher-ICs sollte unbehelligt bleiben!

  2. Nun können Sie noch dafür sorgen, daß sie auf den Versorgungsleitungen minimales Rauschen haben. Dazu folgende (oft wichtige) Maßnahmen: Verbinden Sie die Versorgungsspannungsanschlüsse, die auf der linken Seite der Platine liegen, mit den entsprechenden Anschlüssen der rechten Seite. Die dicken Versorgungsspannungsleitungen konnten aus Platzgründen nicht über die gesamte Platinenfläche geführt werden, sodaß etliche Durchkontaktierungen nötig wurden.

  3. Um die Impulsform des MREQ-Signales zuverbessern, können Sie anstatt des SN74LS04 auf dem Buffer Bus Board einen SN74S04 einbauen. Auch mit dieser Änderung konnten schon gute Ergebnisse erzielt werden.

  4. Achten Sie darauf, daß die Steckplätze für Buffer Board und RAM-Board nicht viel mehr als 10cm auseinander liegen. Größere Abstände bringen nicht unbedingt, aber evtl. Probleme.

  5. Sind Buffer-Board und RAM-Board sehr nahe beieinander, so kann evtl. eine Abschirmplatte (Aluminium, verzinktes Eisenblech) Abhilfe schaffen. Durchlöchern Sie die Platte (10mm-Löcher), um gute Lüftung sicherzustellen.

  6. Haben Sie noch einen älteren NASCOM (Platinenbezeichnung ISS.A oder ISS.B), dann sollten Sie die +5Volt und Masselinien, die auf gegenüberliegenden Seiten der Platine verlaufen, jeweils untereinander verbinden. Bitte, achten Sie aber darauf, daß Sie nicht versehentlich einen einen Kurzschluß mit einbauen.... Diese Maßnahme, ausgeführt mit 5 - 10 Drähten in Nähe des Steckers, der zum Buffer Board führt, hat schon recht gute Ergebnisse gebracht.

  7. Wenn das alles nichts hilft, dann senden Sie Ihren NASCOM inklusive Buffer Bus Board, Motherboard und RAM-Board an:

    NASCOM-Instandsetzungsservice
    c/o M K - Systemtechnik
    __________ __
    ____ Germersheim

    Wenn Sie noch Garantie auf Ihr Gerät haben (Gerät nicht älter als 6 Monate), dann sollten Sie nicht vergessen, eine Kopie der Rechnung Ihres Händlers beizufügen.








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