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80-Bus Journal

Juni 1983 · Ausgabe 6


BLS+

von GÜNTER KREIDL

Will man lange Programme in BLS-Pascal schreiben, ist es nicht mehr möglich, Quelltext und compilierten Code gleichzeitig im Speicher zu haben. Dann bleibt nur der Weg über die Cassette, und das dauert.......! Das gleiche gilt, wenn man das Programm an eine bestimmte Adresse compilieren will. Vorher muß man dann natürlich auch noch den Quelltext abspeichern, und das dauert ebenfalls lange. Vor allem das Austesten der Programme wird dann sehr zeitraubend. Der Einbau einer zweiten Speicherbank in meinen NASCOM (im Artikel "Huckepack-Bus" beschrieben) brachte mich auf die Idee, den Umweg über die Cassette einzusparen. Ich wollte den Compiler dazu bringen, den Code direkt in die zweite Speicherbank zu compilieren. Dazu suchte ich alle Stellen heraus, in denen der Compiler auf die Cassettenroutinen von NAS-SYS zurückgreift und fügte hier die entsprechenden Änderungen ein. Dabei werden Unterprogramme aus einem Block von Banking-Routinen benötigt, die bei mir ab 0D00H im Speicher stehen und weiter unten noch näher beschrieben werden. (Aus Platzgründen mußte das Listing an anderer Stelle, im Anschluß an den Artikel "Huckepack-Bus", abgedruckt werden!) Ich habe hier einfach die Änderungen aufgelistet, die ich an der Tape-Version vorgenommen habe, um die Cassettenroutinen auszuschalten und durch die Banking-Routine Bank-Write-Repeat (BWREP) bei 0D34 zu ersetzen. Das Programm sollte dann auf der zweiten Speicherbank direkt lauffähig sein, doch spielt der Execute-Befehl bei meinem Banking-System nicht immer ganz richtig mit (liegt an der Verwendung von Port 0!). Dann empfiehlt sich, den Inhalt der beiten Speicherbänke mit BSWAP zu vertauschen.

Folgende Bytes sind auf 0 zu setzen: 2A96/7, 2AA3/4, 2B53/4, 2B59/A, 36CF/36D0, 36DD - F, 36E1/2, 36E4/5, 36E9/A, 36F1-4, 36F6/7. Zu ändern ist außerdem bei
36DA: 7D DF 6F in 22 1E 0C
und bei:
36EE: DF 6D 79 in CD 34 0D.

BANKING-ROUTINEN

Das Listing, enthält einige Unterprogramme, die von Anwenderprogrammen aufgerufen werden können, und einige Funktionen, die direkt von NAS-SYS im Kommando-Modus aufgerufen werden können.

SWITCH schaltet von einer Bank auf die andere.

BCOPY schreibt ein Byte von der aktuellen Bank auf die andere.

BWRITE schreibt ein Byte in die andere Bank an die Adresse (0C1E); der Adreß-Zeiger bei C1E wird gleichzeitig

inkrementiert.

BCREP kopiert einen Block der Länge BC von der aktuellen Seite (HL) nach (DE) auf der anderen.

BWREP schreibt B Bytes in den Bereich ab (C1E) auf der anderen Seite.

BSW wird mit "E D3C" aufgerufen und schaltet auf die andere Bank.

BCOP wird mit "E D41 XXXX YYYY ZZZZ" aufgerufen und kopiert einen Block der Länge ZZZZ von XXXX auf der aktuellen Seite nach YYYY auf der anderen Seite. BSWAP wird mit "E D5C XXXX YYYY" aufgerufen und vertauscht den Block der Lange YYYY ab XXXX auf beiden Seiten.

2P/M ist eine kleine Zugabe: mein erster Versuch, 2 Programme gleichzeitig laufen zu lassen. Es wird ein CTC-Kanal benötigt, der ca. alle 20msec einen Interrupt erzeugt. Dann wird zu der Routine PSW verzweigt, die alle Register rettet und auf das Programm in der anderen Bank umschaltet. Ich benutze hier die Bank-Urnschaltung; es ist aber ebensogut möglich, beide Programme auf einer Speicher-Seite ablaufen zu lassen. Dann muß das Unterprogramm SWITCH weggelassen werden. Eine interessante (und für die Arbeit am Journal sehr wichtige) Anwendung ergab sich für mein Formatierprogramm. Ich formatiere den Text jetzt in die zweite Speicherbank und lasse ihn dann von einem im Hintergrund laufenden Druckprogramm ausdrucken, während ich z. B. bereits mit dem Texteditor neuen Text eingebe. Man startet ein Hintergrund-Programm mit "ED7A XXXX YYYY", wobei XXXX die Startadresse und YYYY die Obergrenze des Stacks für das Hintergrundprogramm darstellen. Es müssen unbedingt verschiedene Stackbereiche für Vorder- und Hintergrundprogramm vorgesehen werden. Für eine eventuelle Parameterübergabe empfehlen sich Speicherstellen im Bereich C00-FFF, der ja beiden Banks gemeinsam ist.

ZEAP-Utilities

von DAVID KASTRUP

Hilfsprogramme fuer ZEAP:

Shift: ED00 disp line verschiebt die Zeilen ab line um disp nach hinten (Wer groessere Programme zu editieren hat, weiss das zu schaetzen).

Kommentarkill: Kommentar ueberfluessig.

Konvert: E1000 start macht aus ASM-Files ZEAP-Files mit Startadresse start.

G-Entferner: Programme, die mit dem G-Befehl aufgezeichnet worden sind, lassen sich damit laden ohne gestartet zu werden. Gibt man Exxxx disp so wird (bei NASSYS 3 ) mit Displacement geladen.












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