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Nascom Journal

Dezember 1981 · Ausgabe 11/12



Hochaufl. Graphic Teil 2

von H.-Martin Pohl


Der normale Video-Teil erzeugt dauernd Adressen, die über Multiplexer dem Video-RAM zugeführt werden, wenn nicht gerade der Prozessor auf diesen Ram-Bereich zugreift. Die Daten aus dem Video-RAM werden als Teiladressen für den Character-Generator benutzt, der restliche Adreßteil wird auch durch Zähler erzeugt. Die Daten aus dem Character-Generator werden in das Schieberegister geladen und als Bildsignal herausgeschoben, über Widerstände (und Dioden) wird das Synchronisationssignal addiert und es entsteht das Video-Signal.

Da die hochauflösende Graphik jeden Bildpunkt einzeln ansprechen soll, müssen die Daten für das Schieberegister direkt aus einem RAM-Bereich stammen. Die erzeugten Takte, die als Adresse für Video-RAM und als Teiladresse für den Zeichen-Generator verwendet werden, können dann zusammen als Adresse für den Graphik-RAM-Bereich dienen. Da beliebige freie dynamische RAMs verwendet werden sollen, kann die Graphik nur über DMA arbeiten. Wenn der Prozessor den Bus freigibt, muß über Puffer die Graphikadresse auf den Adreßbus gegeben werden. Die Daten vom Datenbus können dann (über ein zweites Schieberegister, dessen LD- und Clock-Eingang parallel zu dem des Videoteils geschaltet sind) als Graphikbildsignal verwendet werden.

Zur Anforderung eines DMA kann das VBLANK. Signal verwendet werden. Dann kann der Prozessor in der Zeit zwischen der Ausgabe zweier Bilder normal weiterarbeiten. Da die hochauflösende Graphik immer ziemlich lange auf den Speicher zugreift, muß sie auch ein Refresh-Lesen durchführen. Das kann mit den verwendeten Graphik-Zählern erfolgen, da diese ja alle Adressen gleichmäßig durchzählen. Es muß also nur noch ein MREQ-, Read- und Refresh-Signal während der Speicherzugriffszeit erzeugt werden. Für Refresh kann man den normalen 1MHz-Takt verwenden, für MREQ 2 oder 4 MHZ, und für Rd einfach 0V, da immer gelesen wird.

Ein Problem taucht auf beim Anfordern vom Bus bzw. beim Zurückgeben an den Prozessor: es ändern sich einige Speicherzelleninhalte. Mit Hilfe der eingezeichneten Flip-Flops












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