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80-Bus Journal

November 1983 · Ausgabe 10/11


Außerdem wurde ein freies Gatter dazu verwendet, mit Port0/B2 den Bildschirm zwischen Normal- und Inversdarstellung umschalten zu können. Dabei ist zu beachten, daß NASSYS bei jeder Tastaturabfrage Port0 auf den Wert in 0C00H zurücksetzt. Für Testzwecke trägt man dort mit dem Modify- Befehl "4" für invers und "0" für Normaldarstellung ein. RESET bewirkt ebenfalls Normaldarstellung.

Oben erwähnte Synchronisation von CPU und Videoteil wird durch die Ausgabe von WAIT-Zyklen gewährleistet. Da der Prozessor warten muß, bis der Videoteil eine neue Zeile eines Zeichens in das Schieberegister zur seriellen Ausgabe geladen hat, ist die Geschwindigkeitseinbuße auch bei häufigem Bildschirmzugriff kaum meßbar.






Sollten bei Einsatz der Schaltung ab und zu irgendwelche unerwünschten Zeichen auf dem Bildschirm erscheinen, so bekommt das Video-RAM, bedingt durch die jetzt leicht verzögerte Adreßumschaltung, seine Freigabe zu früh. Einfache Abhilfe für dieses Timing-Problem: ein 22pF-Kondensator von IC 69, Pin 8 nach Masse.

Alle IC- und Pinangaben beziehen sich übrigens auf den NASCOM 2, beim NASCOM 1 sind sie analog umzusetzen.

Nun aber zur Schaltung:

IC 65, Pin 9 und IC 69, Pin 3 sind herauszubiegen, IC 58 wird nicht mehr benötigt und wandert in die Bastelkiste. Dann sind

Verbindungen zur Hauptplatine entsprechend der Schaltungsskizze herzustellen.

Wer beide Änderungen durchgeführt hat, kann sich nun an einer wirklich schönen Bildschirmdarstellung erfreuen. (Natürlich funktioniert jede Modifikation auch für sich allein).

Grafik

von JÖRG WITTICH

Mit der folgenden Schaltung, deren Aufbau weniger als DM 80.- kosten soll, haben Sie gleichzeitig eine 8K Speichererweiterung, einen programmierbaren Zeichengenerator und - wenn Sie über ein Bit von Port0 auf 4 Generatoren umschalten - eine hochauflösende Grafik von 256x256 Punkten.

Jedem der vier Zeichengeneratoren sind auf dem Bildschirm abwechselnd senkrechte Streifen von 8 Zeichen Breite zugeordnet. Dadurch lassen sich auf dem Bildschirm 65536 einzelne Bildpunkte ansprechen.

Es sind auch folgende Formate möglich:

320x160 Punkte + 6 Zeilen
384x128 Punkte + 8 Zeilen Text.

Im Vergleich dazu:

280x160 Punkte + 4 Zeilen oder
280x192 Punkte bei APPLE
320x200 Punkte bei VC 64

Falls die Schaltung von einigen Lesern nachgebaut wird und weiteres Interesse besteht, können wir die entsprechende Grafik-Software dazu liefern. Es existiert auch eine Anpassung an X-TAL BASIC, ähnlich wie in früheren Heften beschrieben, jedoch mit der oben erwähnten feinen Auflösung.

Auch eine Erweiterung auf Grauwerte könnten wir liefern, die beim Autor schon seit einiger Zeit für SC-Television benutzt wird und ausgezeichnete Bildqualität liefert.

Sollte bei einem Nachbau sogar ein Platinen-Layout herausspringen, wären wir sehr dankbar für eine Veröffentlichung im Journal.












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