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Nascom Journal

September 1982 · Ausgabe 9











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bleibt frei für andere Anwendungen.

- Portadressen über Dil-Schalter individuell einstellbar.

- Durch Umstecken eines Jumpers auf der Karte läuft diese problemlos bei 2 oder 4 MHz.

- Voll softwarekompatibel mit UNICON 1.4.

- Aufbau auf einer doppelseitigen, durchkontaktierten Karte, voll NASBUS-kompatibel (77-polige Kontaktleiste).

Die Datenbusleitungen sind bidirektional gepuffert, so daß sich auch bei längeren Busleitungen keine Störspannungsprobleme ergeben. Die Schaltung läuft bei mir seit ca. einem Monat mit 70 cm langen Busleitungen. Sollten sich beim Betrieb, besonders bei 4 MHz, dennoch Probleme ergeben, dann sei an dieser Stelle schon auf eine Abhilfe hingewiesen, die voraussichtlich in der nächsten Journalausgabe vorgestellt wird:

Eine Mini-Pufferkarte für die CPU des NASCOM-1, die einfach an Stelle der CPU in den Sockel gesteckt wird; die Signalform auf dem NASBUS und die Störsicherheit werden erheblich verbessert.

Besonders beim Schalten elektrischer Verbraucher hat sich der NASCOM bei mir als echter "Aussteiger" erwiesen. In solchen Fällen kann ich jetzt schon für Abhilfe garantieren. Auch diese Karte ist bei mir in Gebrauch und ermöglicht den Betrieb der 32K-Ram-Karte bei 4 MHz, und zwar ohne Waitzyklen. Vorher war das nicht möglich; auch Tricks und Kniffe haben nichts genützt. Wer die MDCR-Karte zusammen mit anderen I/O-Bausteinen oder Geräten betreiben will, muß beachten, daß das I/O-EXT-Signal an der Grundplatine invertiert werden muß, da ansonsten die Ports 0 bis 3 nicht gesperrt werden (Konstruktionsfehler?). Bei Verwendung der Mini-Pufferkarte sind die Signale I/O-EXT und DBDR nicht erforderlich und IC15 auf der MDCR-Karte kann entfallen. So können auch Erweiterungskarten anderer Bussysteme problemlos angeschlossen werden.

Anm. der Redaktion:

1) Hier liegt wohl ein Mißverständnis vor. Wenn externe I/O-Bausteine angeschlossen werden sollen, muß die Adreßdekodierung der internen Ports vervollständigt werden. Dazu muß LK1 auf EXT. umgelötet werden und auf der jeweiligen Zusatzkarte das Enable-Signal (active low!) für die internen Ports erzeugt und über I/O-EXT eingespeist werden.

2) Bei der MDCR-Karte würde ich die Ausgänge

der LS26 mit Pullup-Widerständen (5.6K bei der Eltec-Karte) nach 12V und die Eingänge der 4049 mit Pulldown-Widerständen (68k bei Eltec) versehen. GK

Typenrad-Terminal

Teil 3

von Günter Kreidl

Halbschrittformatierung

Das im letzten Journal vorgestellte Drucker-Interface für die Praxis-30 von Olivetti ermöglicht auch die Ansteuerung fast aller Sonderfunktionen der Schreibmaschine. Eine der interessantesten Anwendungen für die Textverarbeitung ist die rechtsbündige Formatierung von Texten mit Hilfe der Halbschrittfunktion. Der MC-Texteditor verfügt (ebenso wie NASPEN) über eine rechtsbündige Formatierung, doch ist sie für anspruchsvolle Anwendungen nicht zu gebrauchen: Das Ding schiebt gnadenlos Spaces ein, bis die vorgegebene Stellenzahl erreicht ist gelegentlich besteht eine Zeile dann aus 2 (langen) Worten mit einem Dutzend Leerstellen dazwischen!

Das von Günter Böhm vor einiger Zeit im NASCOM-Journal vorgestellte Formatierprogramm vermeidet diese Schwächen: Wenn eine Formatierung mit einfacher Verdoppelung der Leerzeichen (also maximal 2 Leerstellen zwischen 2 Worten) nicht möglich ist, wird der Benutzer zu Hilfe gerufen er muß dann das letzte Wort trennen, um eine saubere Formatierung zu ermöglichen. Mit der Halbschrittfunktion der Praxis-30 (oder auch eines anderen Druckers bzw. einer anderen Schreibmaschine) ist aber noch eine viel elegantere Lösung möglich: Die Zwischenräume zwischen 2 Worten werden entweder auf die Hälfte verkürzt oder auf das Anderthalbfache verlängert. Dem in der letzten Ausgabe enthaltenen Druckerprogramm für die Praxis-30 hatte ich die entsprechenden Funktionen bereits eingebaut: Die Control-Codes 01 und 03 werden als halbe bzw. anderthalbfache Leerstelle ausgegeben. Bisher habe ich die eigentliche Formatierung (Einfügen der Control-Codes) von Hand besorgt. Das ist bei der Vielzahl von Texten, die ich jetzt zu bearbeiten habe, aber zu langwierig. Deshalb wollte ich zuerst Günter Böhms Formatierprogramm auf Halbschrittformatierung umschreiben. Dann wäre allerdings die Anbindung an verschiedene Textverarbeitungsprogramme nicht












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